Mitgliedschaften & Partnerschaften

Mitgliedschaften

World Cocoa Foundation

Die World Cocoa Foundation (WCF) ist eine internationale Mitgliederorganisation, die die Nachhaltigkeit im Kakaosektor fördert, indem sie Kakaobauern die Unterstützung bietet, die sie benötigen, um mehr Qualitätskakao anzubauen und ihre Gemeinden zu stärken.

Lindt & Sprüngli ist seit 2015 Mitglied der WCF und unterstützt regelmässig spezifische Projekte und Initiativen der Organisation, darunter die Cocoa & Forests Initiative (CFI) zur Beendigung der Entwaldung und Wiederherstellung von Waldgebieten.



Cocoa & Forests Inititiative

Die Cocoa & Forests Initiative (CFI) ist eine öffentlich-private Partnerschaft zur Beendigung der durch Kakao verursachten Entwaldung und Waldschädigung und zur Förderung der Wiederherstellung der Wälder. Die Regierungen der Elfenbeinküste und Ghana sowie 35 Kakao- und Schokoladenunternehmen arbeiten im Rahmen der CFI mit anderen Akteuren wie Nichtregierungsorganisationen, Bauernverbänden und zivilgesellschaftlichen Organisationen an der Entwicklung und Umsetzung von geschäftsorientierten Lösungen. Die CFI wird von der Weltkakaostiftung (WCF), der IDH – Initiative für nachhaltigen Handel – und den Regierungen der Elfenbeinküste und Ghana getragen.

Die Cocoa & Forests Initiative trägt zu den Zielen für nachhaltige Entwicklung 13 (Klimaschutz) und 15 (Leben auf dem Land) bei und steht im Einklang mit dem Pariser Klimaabkommen.

Als aktives Mitglied der CFI seit 2017 berichtet Lindt & Sprüngli jährlich über die Fortschritte (siehe No-Deforestation & Agroforestry Progress Report).

Earthworm Foundation

Die Earthworm Foundation ist eine gemeinnützige Organisation, die mit globalen Unternehmen, NGOs und Gemeinden zusammenarbeitet, um die Lieferketten für Mensch und Natur zu verändern.

Lindt & Sprüngli arbeitet seit 2015 mit der Earthworm Foundation als externer Bewertungspartner zusammen und ist seit 2016 offizielles Mitglied. Mindestens einmal im Jahr besucht die Earthworm Foundation jedes der Lindt & Sprüngli Farming Program-Länder und bewertet es. Die Fortschritte werden regelmässig auf dem Earthworm Foundation Transparency Hub kommuniziert.

National Initiatives on Sustainable Cocoa in Europe (ISCOs)

Die National Initiatives on Sustainable Cocoa in Europe (ISCOs) sind Multi-Stakeholder-Initiativen für mehr Nachhaltigkeit in der Kakao-Wertschöpfungskette. Sie fördern die Zusammenarbeit zwischen der Kakao- und Schokoladenindustrie, dem öffentlichen Sektor, Nichtregierungsorganisationen und Forschungsinstituten. Gemeinsam engagieren sich die ISCO-Mitglieder aktiv für Themen wie die Verbesserung der Lebensbedingungen von Kakaobauern, den Schutz natürlicher Ressourcen und die Förderung der biologischen Vielfalt in den Kakaoanbauländern.

SWISSCO (seit 2018)
Die Schweizer Plattform für nachhaltigen Kakao (SWISSCO): Lindt & Sprüngli (Schweiz) AG und die Lindt Cocoa Foundation sind seit der Gründung im Januar 2018 aktive Mitglieder und arbeiten auch in den Arbeitsgruppen mit.

GISCO (seit 2014)
Die Deutsche Plattform für Nachhaltigen Kakao (GISCO): Die Chocoladefabriken Lindt & Sprüngli GmbH ist seit 2014 ein aktives Mitglied.

FRISCO (seit 2021)
Die französische Plattform für nachhaltigen Kakao (FRISCO): Lindt & Sprüngli SAS (Frankreich) ist seit ihrer Gründung im Jahr 2021 aktives Mitglied.

UN Global Compact

Der UN Global Compact (UNGC) zielt darauf ab, die Geschäftstätigkeit und Strategien der Unternehmen an zehn Prinzipien in den Bereichen Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung auszurichten und strategische Massnahmen der Unternehmen voranzutreiben, um die Ziele für eine nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen zu erreichen.

Als Mitglied des UN Global Compact berichtet Lindt & Sprüngli jährlich über seine Fortschritte bei der Einhaltung der UNGC-Prinzipien (siehe Nachhaltigkeitsbericht).

Partnerschaften

Lindt Cocoa Foundation

Die Lindt Cocoa Foundation wurde 2013 gegründet und hat den erklärten Zweck, sich für die soziale und ökologische Nachhaltigkeit beim Anbau, der Produktion und der Verarbeitung von Kakao und anderen Rohstoffen für die Schokoladenherstellung einzusetzen. Die Lindt Cocoa Foundation ergänzt die bereits bestehenden Bestrebungen der Lindt & Sprüngli Gruppe, die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Bauern in den Herkunftsländern der Rohstoffe zu verbessern, und kofinanziert bestimmte Elemente des Lindt & Sprüngli Farming Program. Die Projekte stellen sicher, dass die Produktion der Rohstoffe auf eine Art und Weise erfolgt, die eine nachhaltige landwirtschaftliche Entwicklung begünstigt.

IDH – Sustainable Trade Initiative

IDH arbeitet mit über 600 Unternehmen, Finanziers, Regierungen und der Zivilgesellschaft zusammen, um den nachhaltigen Handel in globalen Wertschöpfungsketten zu verwirklichen. Gemeinsam mit seinen Partnern entwickelt, kofinanziert und prototypisiert IDH innovative, unternehmensorientierte Ansätze zur Schaffung neuer Arbeitsplätze, nachhaltiger Industrien und neuer nachhaltiger Märkte, um in grossem Umfang positive Auswirkungen auf den Klimawandel, die Entwaldung, die Gleichstellung der Geschlechter sowie existenzsichernde Löhne und Einkommen zu erzielen und so die Ziele für nachhaltige Entwicklung zu unterstützen.

Tropical Agricultural Research and Higher Education Center (CATIE)

Das Tropical Agricultural Research and Higher Education Center (CATIE) in Turrialba, Costa Rica, widmet sich der Ausbildung, Forschung und Entwicklung in der Landwirtschaft sowie der Verwaltung, Erhaltung und nachhaltigen Nutzung natürlicher Ressourcen. CATIE unterhält die zweitgrösste Sammlung von Kakao-Keimplasma weltweit und arbeitet mit seinem Cacao Genetic Improvement Program an der Entwicklung besserer Sorten.

Lindt & Sprüngli arbeitet mit CATIE in einem Projekt zusammen, das darauf abzielt, die Leistungsfähigkeit verschiedener Edelkakaosorten in agroforstwirtschaftlichen Systemen zu testen. Im Rahmen des Projekts wird in Costa Rica ein mehrjähriger Versuch mit zehn Kakao-Klonen und zwei Arten von Agroforstsystemen durchgeführt. Da Agroforstwirtschaft als nachhaltige Produktionsmethode bei Kakaobauern gefördert wird, wird dieses Projekt neue Erkenntnisse darüber liefern, welche Edelkakaosorten in Nachhaltigkeitsprogrammen verbreitet werden sollten.

Helvetas Swiss Intercooperation

Helvetas ist eine unabhängige Entwicklungsorganisation mit Sitz in der Schweiz und angeschlossenen Organisationen in Deutschland und den Vereinigten Staaten. Helvetas unterstützt arme und benachteiligte Frauen, Männer und Gemeinschaften in rund dreissig Entwicklungs- und Transitionsländern in Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa. In Zusammenarbeit mit lokalen Partnern führt Helvetas Entwicklungsprojekte in den Bereichen Wasser, Ernährung und Klima, Bildung, Arbeitsplätze und Privatsektorentwicklung, Regierungsführung, Gender und soziale Gerechtigkeit durch.

Helvetas ist Implementierungspartner des Lindt & Sprüngli Farming Program in Madagaskar. Helvetas unterstützt die Stärkung der Kapazitäten von Ausbildern der Exporteure, die die Bauern bei der Verbesserung der Produktivität und der Qualität des produzierten Kakaos unterstützen, fördert die Entwicklung zusätzlicher einkommensschaffender Aktivitäten für die Bauern und die Installation von Gemeinschaftsinfrastruktur, hauptsächlich Wasser.

Ecotop

Ecotop bietet Dienstleistungen im Bereich der ländlichen Entwicklung in Lateinamerika, Afrika, Asien und Ozeanien an. Die Organisation konzentriert sich hauptsächlich auf nachhaltige Landwirtschaft, die auf der natürlichen Dynamik der Ökosysteme basiert (Syntropic Farming, Successional Agroforestry, Dynamic Agroforestry). Ziel von Ecotop ist es, die Landwirtschaft und die Agroforstwirtschaft als zentrale Achse für eine nachhaltige Entwicklung in tropischen Regionen zu fördern und dabei die Ernährungssicherheit, die biologische Vielfalt und die Widerstandsfähigkeit gegen die Auswirkungen des Klimawandels zu berücksichtigen.

Ecotop bietet technische Unterstützung für die Partner des Lindt & Sprüngli Farming Program in Ecuador. Die Mitarbeiter vor Ort lernen, wie man Agroforst-Parzellen anlegt und diese Demo-Parzellen überwacht. Ziel der Zusammenarbeit ist es, die lokalen Teams in die Lage zu versetzen, die dynamische Agroforstwirtschaft im Rahmen des Farming Program zu testen und zu skalieren, damit die Bauern ihre Einkommensquellen diversifizieren können.

ETH Zürich

Die ETH Zürich ist eine Hochschule für Naturwissenschaften, Technik, Ingenieurwissenschaften und Mathematik in Zürich, Schweiz. Das EcoVision Lab der ETH Zürich forscht im Grenzbereich von maschinellem Lernen, Computer Vision und Fernerkundung, um ökologische Fragen zu lösen. Ziel ist, originelle, datengesteuerte Methoden an der Schnittstelle von Informatik, Ökologie und Ingenieurwesen zu entwickeln, die Umweltdaten in sehr grossem Maßstab automatisch analysieren. Das EcoVision Lab konzentriert sich zunehmend auf die Anwendung innovativer Technologien für maschinelles Lernen und Big-Data-Analysen zur Lösung offener wissenschaftlicher Fragen, die für die Kakaoindustrie von grosser Bedeutung sind, und verfügt über entsprechende Fachkenntnisse.

Zusammen mit Partnern von der University of Queensland in Australien entwickelt die ETH Zürich Methoden zur Fernabschätzung von Schattenbäumen und Kohlenstoffbeständen sowie räumlich explizite Empfehlungen für die Umsetzung von Kakao-Agroforsten. Sobald diese Technologie verfügbar ist, wird sie die Überwachung des Fortschritts bei der Umsetzung der Agroforstziele im Rahmen des Farming Program ermöglichen.

Nature Conservation Research Centre (NCRC)

Das Nature Conservation Research Centre (NCRC) ist eine ghanaische Non-Profit-Organisation, die Naturschutzinitiativen durchführt, um ein grösseres Bewusstsein für die natürliche, historische und kulturelle Vielfalt Ghanas und letztlich der westafrikanischen Subregion zu fördern und diese zu schützen. Die Organisation ist international als führend bei der Entwicklung von ländlichem Ökotourismus und kommunalen Schutzgebieten als Mittel zur wirtschaftlichen Entwicklung und zum Ressourcenschutz anerkannt.

Lindt & Sprüngli arbeitet mit NCRC in Ghana zusammen, um eine bessere Zusammenarbeit in den Kakaoregionen zu fördern. Die Organisation entwickelt einen Überwachungsrahmen zur Messung des Fortschritts von Nachhaltigkeitsinitiativen auf Landschaftsebene und führt Projekte auf der Grundlage des Landschaftsansatzes in zwei Hotspot-Interventionsgebieten des Landes durch. Im Rahmen dieser Projekte baut NCRC lokal eingebettete Governance-Strukturen aus gemeinschaftsbasiertem Ressourcenmanagement auf, die den Schutz der Wälder über die Lieferketten der Unternehmen hinaus ermöglichen.

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